"Warum Wodka nicht gleich Vodka ist...eine Liebeserklärung an das Wässerchen" von Daniel Schröder, Beluga Vodka

Zwar stößt man heut zu Tage öfters mal auf ein Stirnrunzeln der Bartender, wenn man als Repräsentant einer Vodka-Marke vor dem Tresen steht und inmitten eines Gin-Hypes versucht Vodka anzubieten, dennoch stellt man fest dass sowohl der Mixologe hinter seiner Bar, der Gast vor der Bar, als auch der Endverbaucher im Supermarkt immer mehr wert auf Qualität legen und auch bereit sind, den ein oder anderen Groschen mehr dafür zu auszugeben.
Vodka zählt nach wie vor zu den beliebtesten Spirituosen, wenn es ums mixen geht und ist der Hauptbestandteil von Klassikern, wie beispielsweise einem Vodka-Martini, White Russian oder dem Moscow Mule und darf deshalb in keiner guten Bar fehlen. Vodka gehört mit zu den schwierigsten Märkten in Deutschland, da noch viel Aufklärungsarbeit von Nöten ist, um dem Konsumenten zu verinnerlichen, dass Vodka nicht gleich Vodka ist. So ist beispielsweise in vielen Köpfen immer noch fest verankert, dass Vodka stets aus Kartoffel hergestellt wird oder, dass es bei Vodka keine Qualitätsunterschiede gibt.
Das ist natürlich völliger Nonsens. Ohne Zweifel bestehen heute noch sensationelle Vodkas auf Kartoffelbasis, dies ist aber nicht der Regelfall. Ein klassischer Vodka wird aus Getreide hergestellt, zumeist aus Weizen und/oder Roggen. Erst später kamen neue Destillierverfahren mit ins Spiel, wie zum Beispiel der auf Trauben basierende Vodka, aber auch Gersten-, Mais- und Reisdestillate eignen sich hervorragend zur Vodkaherstellung. Ebenfalls bei den Filtrationen haben sich über Generationen neue Techniken und Methoden entwickelt, welche die Hochwertigkeit jedes einzelnen Vodkas unterstreichen und zu enormen Unterschieden der Qualität führen. Spricht man beispielsweise über BELUGA Vodka, so trifft man auf eines der komplexesten Herstellungsverfahren in der Vodkabranche. Neben den äußerst hochwertigen Ausgangsstoffen, nämlich dem artesischen Wasser aus einer eigenen sibirisches Quelle und dem in der Herstellung sehr zeit- und kostenintensiven Malzspiritus, geht dieser Vodka nach der Destillation und Filtration nicht sofort in die Flasche sondern gönnt sich eine Ruhephase, zwischen ein und drei Monaten. Während dieser Ruhephase werden verschiedene Extrakte, Essenzen und Infusionen in Form einer Doppelmazaration hinzugefügt, welche dem Vodka nach der Filtration wieder Leben einhaucht und zu dem einzigartig milden Abgang beiträgt. Die insgesamt 4 Endprodukte sprechen für sich und überzeugen von Tag zu Tag Vodka-Liebhaber in nun mehr über 70 Ländern der Welt. Auch in den nächsten Jahren werden mit Sicherheit noch einige interessante Vodka-Kreationen auf uns zu kommen und der Vodka wird seinen Stand somit noch mehr festigen können. Man darf gespannt sein.
NO GREAT STORY EVER STARTED WITH SOMEONE EATING SALAD!

Vodka - totgesagt oder ewiger Trend

Axel Klubescheidt ist Brandambassador bei Absolut Vodka. Als gelernter Hotel- und Restaurantfachwirt hat er sich sein Handwerk als Barkeeper ursprünglich selbst beigebracht. Zunächst arbeitete er viele Jahre in Hotelbars, doch das war nicht sein Ding. Er wollte eigenständig arbeiten und seine Kreativität ausleben, so wurde Klubescheidt Mitgründer der Bar FCUK Yoga in Essen. Das Barteam legte Wert auf Qualität und das Mixen von Getränken mit frischen Säften – eine absolute Neuheit in der Ruhrstadt. Axels Ruf eilte schnell über die Grenzen Essens hinaus, nun ist es seit 2011 der Job des sympathischen Ruhrgebietlers mit Bart und Schiebermütze, Barkeeper zu schulen, ihnen Lust auf Wodka-Drinks zu machen und Konzepte für die Barszene zu entwickeln. Axel Klubescheidt liebt, was er tut und versteht sich dabei als „Künstler“. Seine Arbeit ist von Kreativität geprägt. Dazu gehört es, neue Drinks zu kreieren und Ideen zu entwickeln, wie man die Barszene in Deutschland noch interessanter machen kann.

 

"Vodka – totgesagt oder ein ewiger Trend?" von Axel Klubescheidt, Pernod Ricard Deutschland

„Vodka ist geschmackslos, hemmt die Kreativität des High-End-Bartenders und ist bestenfalls als Shot oder für energiegeladene Longdrinks geeignet.“ Diese Vorurteile verfolgen die über 600 Jahre alte Spirituose schon seit Längerem in der gehobenen Barszene. Meiner Meinung nach tut man diesem Allrounder damit sehr unrecht; denn:

1. Vodka hat Geschmack
Selbstverständlich kann man Unterschiede in der Nase und auf dem Gaumen erkennen bei verschiedenen Vodkas. Und ja: es ist die Sperrspitze des Spirituosen-Tastings. Die Unterschiede sind sehr fein. Vodka hat weniger Esterstoffe als Whiskey oder Rum, das ist klar. Aber polnischer Roggen unterscheidet sich markant von schwedischem Winterweizen und der deutschen Kartoffel. In Form und Farbe: aber viel wichtiger im Geruch und im Geschmack!

2. Vodka als kreative Cocktailzutat
Ich predige es gerne immer wieder: Vodka ist der optimale Aromaträger für gemixte Drinks jeglicher Art. Ob als simpler Aromaträger für frische Früchte (Watermelon Martini), in Form einer Vodka-Infusion (z.B. Kaffee) oder als Additiv bei selbstgemachten Likören (z.B. Schlehen). Ein knackiger ostdeutscher Roggenvodka macht sich sehr gut in einem Clubland. Ein eher weicher, harmonischer Western-Style-Vodka eignet sich eher für Cocktails, wie den Espresso Martini.

3. Vodka hat Zukunft
Wir reden jetzt hier nun mal nicht über den absurden Marketing-Vodka, der sich seinen Weg vom höchsten Gletscher Nordhollands über zigfache Diamantenfiltrierung mit dem Flavour der geräucherten Forelle in die Swarovski-Flasche bahnt. Sondern über eine Spirituose mit Tradition, Struktur und Aroma. Dies erreicht man durch herkunfts- und fachgerechte Destillationskunst, eine gewisse lokale Note (ähnlich dem Terroir-Konzept beim Wein), keine Verwendung von (erlaubten) Zusatzstoffen und echter Handarbeit nach alter Tradition. Im besten Fall noch mit selbst hergestelltem Rohsprit. Also die absolute Kontrolle über jeden Step des Produktes. Vom Korn zur Flasche. Berücksichtigt man diese Punkte kommt man zum guten Schluss zu einem aromatischen, authentischen Vodka, der schmeckt. Punkt.

Hast Du jetzt immer noch Angst davor Dich bei Deiner nächsten Vodkabestellung nicht „männlich“ genug zu fühlen? Und Du dann doch lieber zu den harten Jungs Mezcal und Tequila greifst, damit Dir endlich ein Bart wächst und die Stimme tiefer wird. Dann erzähl das mal dem russischen Gewichtheber und dem schwedischen Holzfäller die neben Dir an der Bar sitzen! Viel Spass dabei! Skal.