GIN

Gin ist eine meist farblose Spirituose mit Wacholder (Wacholderschnaps) und Hauptbestandteil vieler Cocktails, insbesondere des Martini sowie des Longdrinks Gin Tonic. (WIKIPEDIA) Vom Medizinprodukt für Seefahrer zum Statussymbol der Genussgesellschaft... Gin hat eine mächtige Entwicklung hinter sich! Wir bringen ein Wenig Licht in das Dickicht!

Gin ist in aller Munde – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Keine Bar, die sich nicht mit einer reichen Auswahl an neuen und alten Gins schmückt. Kein Gastgeber, der nicht mindestens drei verschiedene Gins und mindestens ebenso viele Tonics in seiner Hausbar stehen hat. Für Einsteiger in die Materie wird das Alles schnell unübersichtlich. Wir zeigen Euch, welche Stile man allgemein unterscheidet und geben die ein oder andere Trinkempfehlung.

Leicht und floral

Gins dieses Stils werden oft auch als “Western Style” bezeichnet. Sie sind meist sehr aromatisch angelegt, verwenden viele stark riechende Botanicals und schmecken am besten pur oder mit relativ neutral schmeckenden Zutaten. Die Kombination mit einem aromatischen Tonic verkraften viele beispielsweise nicht besonders gut. Ein typischer Vertreter ist zum Beispiel Monkey 47, ein mittlerweile legendärer Gin aus dem Schwarzwald. Er ist im Aroma so laut, dass er fast jedes Tonic in die Flucht schlägt. Dennoch ist er einer der schmackhaftesten Gins dieser Richtung und genießt nicht zu Unrecht Weltruf.

Kräftig und würzig

Vor allem in England sind diese Urtypen des Gins beliebt und seit jeher in Verwendung. Sie kommen dem historischen Gin, der als Arzneimittel Bestandteil der Ladung von Marineschiffen war, am nächsten. Ihr Aroma ist eng umgrenzt, sie schmecken meist entschieden nach Gewürznoten und weniger nach Blüten oder Kräutern. Tanqueray gilt in vielen Bars als Standard-Zutat für einen klassischen Gin & Tonic. Mit voller Berechtigung, denn ist gibt kaum einen authentischeren Vertreter dieses Stils.

Weich und freundlich

Dieser Stil ist eine Art Kompromiss aus den beiden vorherigen. Gins dieser Zurichtung sind aromatisch komplexer als die würzigen, aber leichter zu mixen als die floralen. Manche sagen, sie wären weder Fisch noch Fleisch, doch sie verkennen damit die enorme Vielseitigkeit und Bartauglichkeit dieser Gins. Hendricks macht den wohl bekanntesten Vertreter dieser Art und liefert damit einen nicht nur von Kennern geschätzten Klassiker ab, der nicht zu sehr anstrengt, aber dennoch Trinkspaß bereitet.

Darauf, dass manche der hier genannten Gin-Stile nicht wirklich einfach mit dem richtigen Tonic zu vermählen sind, haben wir bereits hingewiesen. Wie Ihr am besten vorgeht, um zu jedem Gin das passende Tonic zu finden, zeigen wir Euch in Kürze.