Whisky

Das "Wasser des Lebens" ist viel mehr als nur Maischedestillat aus dem Eichenfass.

Was ist eigentlich Whisky?

Es gibt wohl kaum eine Spirituose mit höherem Kultfaktor: Whisky ist das Getränk der Filmhelden, Gentlemen und Kenner. Doch was ist Whisky eigentlich genau? Wir haben die wichtigsten Fakten für Einsteiger rund um das ewige Trendgetränk zusammengetragen.

Herkunft und Verbreitung

Seinen Namen hat der Whisky vom gälischen uisge beatha (sprich: uschke bah), was soviel wie “Wasser des Lebens” bedeutet. Als seine Heimat gilt gemeinhin Schottland. Er ist allerdings auf der ganzen Welt zuhause. Bekannte Whisky-Nationen sind unter anderem Irland und USA (dort schreibt man ihn allerdings Whiskey), sowie Japan und seit einigen Jahren sogar Deutschland.

Herstellung und Verfeinerung

Ganz einfach betrachtet, ist ein Whisky ein Destillat aus Getreidemaische, das mindestens drei Jahre im Holzfass reifen durfte. Welche Getreide dazu verwendet werden, wie lange und in welchen Fässern das Destillat dann lagert, ist von Land zu Land und Region zu Region unterschiedlich. Die Ergebnisse unterscheiden sich in Stil und Geschmack zum Teil erheblich und so kann man den besten Whiskies ihre Herkunft regelrecht anschmecken.

Neben dem verwendeten Korn und den Fässern kommt noch einer weiteren Zutat erhebliche Bedeutung zu: dem Wasser. Destillerien verwenden in der Regel eigenes Quellwasser, das den Geschmack des produzierten Whisky merklich beeinfluss und ohne das ein eigener Stil kaum oder nur schwer zu erzielen wäre. Wasser kommt in verschiedenen Stellen des Herstellungsprozesses zum Einsatz. (LINK: Von der Ähre zum Whisky)

Qualitäten und Regionen

Auch wenn es immer wieder behauptet wird: Das eine Land, das den besten Whisky bietet, gibt es nicht. Je nach Geschmack mag für den einen köstlich sein, was dem anderen überhaupt nicht schmeckt. Da nicht nur jedes Land, sondern in den Ländern auch jede Region (in Schottland zum Beispiel die Regionen Highlands, Speyside, Lowlands, Islay, Inseln und Campbelttown) ein ganz eigenes Geschmacksprofil bietet, sind den Vorstellungen vom perfekten Whisky keine Grenzen gesetzt.

Für viele Whiskytrinker gilt der sogenannte Single Malt Whisky als Non-Plus-Ultra der Qualitätspyramide. Als Single Malt wird ein Whisky bezeichnet, der ausschließlich aus gemälzter Gerste und nur in einer einzigen Destillerie hergestellt wird. Ihm gegenüber stehen sogenannte Blends, die in der Regel aus den Produkten mehrerer Destillerien zusammengemischt sind und häufig auch andere Getreide zur Basis haben.

Fässer und Altersangaben

Einen großen Teil seines späteren Geschmacks erhält ein Whisky durch die Lagerung im Holzfass. Meist werden Fässer mit einem Volumen zwischen 45 und 500 Litern verwendet. Während amerikanische Whiskeys in neuen Eichenfässern lagern, macht schottischer Whisky eine Reifung in gebrauchten Fässern durch. Da Holzfässer mit mit der Zeit immer weniger Geschmack an den Whisky abgeben, schmeckt ein Destillat aus einem neuen Fass in der Regel aromatischer und gefälliger als aus einem gebrauchten. Beide Stile haben aber ihren Reiz und für die eigene Vorliebe hilft eigentlich nur: probieren.

Natürlich könnte man an dieser Stelle noch vieles zu Details der Herstellung, zu Frage der richtigen Fässer, zum Wirtschaftsfaktor Whisky oder zum richtigen Verkosten sagen. Damit der Einstieg ins Thema Whisky leicht fällt, beschäftigen wir uns damit aber in eigenen Beiträgen.