Übersicht? Oft Fehlanzeige…

Mit dem Rum ist das ja so eine Sache: Konnte man sich noch vor einigen Jahren auf knapp zwei Handvoll Marken mit großer Innovationskraft und den verschiedensten Abfüllungen verlassen, ist der Markt mittlerweile ziemlich unübersichtlich geworden.

So kommen Rums und Rhums mittlerweile aus Ecken dieser Welt, mit denen die meisten Aficionados gar nicht gerechnet haben. Das Problem dabei: Die meisten dieser Zuckerrohrbrände sind großartig, so großartig, dass es schwer fällt, sich für einen Favoriten zu entscheiden.

Der Vorteil: R(h)um kann nur aus Regionen kommen, in denen Zuckerrohr gedeiht und in denen die Menschen genau wissen, wie damit umzugehen ist – sowohl bei der Kultivierung als auch bei der Verarbeitung; dass es Rums mittlerweile auch in den gemäßigteren Zonen Mittel-Europas gibt, liegt nicht etwa daran, dass dort Zuckerrohr wächst, sondern daran, dass die großen Anbauländer ihre fertige Melasse heute weltweit exportieren. Ob und wie das Zeug allerdings schmeckt, sei den Genießern und Fans des ursprünglich karibischen Sprits überlassen.